Das OKAJU (Ombudsstelle für Kinder und Jugendliche) hat die Aufgabe, die Rechte von Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren bekannt zu machen, zu fördern und zu schützen. Es setzt sich dafür ein, dass jedes Kind unabhängig von Herkunft, Sprache oder persönlichem und familiärem Hintergrund respektiert, angehört und geschützt wird.
Als kostenloser, unabhängiger und unparteiischer Dienst ergreift das OKAJU für keine Seite Partei und ist weder einem Gericht noch einer politischen Behörde unterstellt. Seine Aufgabe besteht nicht darin zu urteilen, sondern Kinder, Jugendliche und ihr Umfeld zu begleiten, ihnen zu helfen, ihre Situation zu verstehen, und gemeinsam faire und angemessene Lösungen im Einklang mit der UN-Kinderrechtskonvention zu finden.
Kinder und Jugendliche können sich an das OKAJU wenden, wenn sie der Meinung sind, dass ihre Rechte nicht respektiert werden. Auch Eltern, Erziehungsberechtigte, Fachkräfte sowie alle Personen, die mit Kindern und Jugendlichen in Kontakt stehen, können den Dienst in Anspruch nehmen. Das OKAJU hört zu, berät und vermittelt bei Bedarf an spezialisierte Stellen. Es kann außerdem gegenüber Schulen, Institutionen oder zuständigen Diensten tätig werden, um auf die Rechte des Kindes hinzuweisen und deren Umsetzung zu fördern. Kommt keine Einigung zustande, kann das OKAJU innerhalb einer festgelegten Frist Empfehlungen aussprechen. Empfehlungen von allgemeinem Interesse können in anonymisierter Form veröffentlicht werden.